2019-02-09 Rat verlängert die Veränderungssperre

Rengsdorfer wollen der Westerwaldstraße den dörflichen Charakter zurückgeben - Jetzt mehr Zeit für Planung

Wie soll die Westerwaldstraße künftig aussehen? Das fragen sich die Rengsdorfer nicht erst, seit die Umgehungsstraße den zeitweise überbordenden Durchgangsverkehr mitten durch den Ort entscheidend eingedämmt hat. Bis der Startschuss für die Umgestaltung fällt, dauert es allerdings noch eine Weile: Um Zeit für die Planung zu haben, hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung die schon bestehende Veränderungssperre um ein weiteres Jahr verlängert.

„Die Westerwaldstraße ist ein wichtiger Teil der Innerortsentwicklung", fasst Ortsbürgermeister Christian Robenek zusammen. Der Gemeinde geht es unter anderem darum, dem Ort den dörflichen Charakter zurückzugeben. Die Umsetzung ist aber nicht ganz einfach: Schon 2009 hatten die Rengsdorfer erste Planungen angestoßen und in der Folge auch einen Architektenwettbewerb ausgelobt. Umgesetzt ist aber noch nichts, denn vorher gilt es, das Problem rund um das ehemalige Hotel Hirsch zu lösen. Der Abriss des maroden Gebäudes, so hoffen Robenek und sein Gemeinderat, soll in Zusammenarbeit mit einem Investor noch dieses Jahr erfolgen.

Bis dahin will sich die Gemeinde Planungssicherheit bewahren: Die Veränderungssperre für die obere und die untere Westerwaldstraße hatte der Rat 2016 beschlossen, nachdem die Gemeinde vermehrt Anfragen von Firmen erhalten hatte, die entlang der Straße mehrere Werbetafeln errichten wollten. Mit der Verlängerung der Sperre hat Rengsdorf nun ein Jahr mehr Zeit, seine Bauleitplanung voranzutreiben und sich über das gewünschte neue Gesicht der Westerwaldstraße klar zu werden.

Derweil kümmert sich die Gemeinde weiter um ihr Straßensanierungsprogramm: Aktuell stehen die Friedrichstraße und „Auf dem Born" auf der Arbeitsliste. Die für den Ausbau nötigen Fachingenieurplanungen hat der Gemeinderat jüngst in Auftrag gegeben. Einen Zeitplan oder einen Kostenrahmen gibt es für das Vorhaben derzeit noch nicht.

 


Das Verkehrsaufkommen in der Westerwaldstraße in Rengsdorf ist eingedämmt. Nun geht es um die Frage der Gestaltung.
Foto: Jörg Niebergall

Quelle:
Angela Göbler
RZ Kreis Neuwied vom Samstag, 9. Februar 2019, Seite 15


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fwg

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