2028-12-12 Kita: Rat fühlt sich von Kirche hingehalten

Kita: Rat fühlt sich von Kirche hingehalten

Rengsdorfer Gremium bringt eigenständigen Bebauungsplan auf den Weg - Mehr Parkplätze

Im März sah es noch so aus, als könnte es in Sachen Kita-Erweiterung schnell gehen. Der Plan, den Pfarrgarten als Areal für einen Anbau von zwei Gruppenräumen zu nutzen, war gefasst. Und der Rengsdorfer Ortsbürgermeister Christian Robenek hoffte damals, dass der 15. April als Frist für den Förderantrag zu schaffen ist. Doch inzwischen rückt das Jahresende heran, und es ist noch kein Architekt beauftragt. Vom notwendigen Förderbescheid ganz zu schweigen.

In der jüngsten Ratssitzung klang von verschiedener Seite durch, dass man sich mittlerweile von der evangelischen Kirchengemeinde hingehalten fühlt. FWG-Mann Josef Westermann sagte dazu wörtlich: „Im Moment vermisse ich die Ernsthaftigkeit seitens der Kirche, das Vorhaben voranzutreiben." Denn sie sei es schließlich, die den Architekten beauftragen müsste. Westermann stellte daraufhin für die FWG-Fraktion den Antrag, die Bauleitplanung erst dann in Auftrag zu geben, wenn der Architekt von der Kirchengemeinde beauftragt worden sei. Die breite Ratsmehrheit lehnte dieses Ansinnen allerdings ab.

Trotz des Gefühls des Hingehaltenwerdens schwang sich der Rat jedoch dazu auf, seinerseits ein Zeichen zu setzen, und verabschiedete mehrheitlich die Änderung des Bebauungsplanes für die „Untere Westerwaldstraße", der das Kita-Areal umfasst. Wenn es klemmt, müssen wir Fakten schaffen, so der Tenor im Gremium.

Bauamtsleiter Diethelm Stein blickte zuvor auf Abstimmungsgespräche mit Kirchengemeinde und Architekten zurück. So sei am 20. November besprochen worden, dass man mehr Parkplätze, als bisher geplant, anlegen möchte. Diese würden im Hinblick auf Veranstaltungen in der Kita oder die Besucher des Friedhofs benötigt. Bei einem zweiten Gespräch am 29. November sei es um konkrete Zahlen gegangen. Unter dem Strich sprach Stein in der Summe von 46 Parkplätzen, wobei auf der Wiese vor der Kita acht Mutter-Kind-Parkplätze ausgewiesen werden sollen.

Zudem informierte Diethelm Stein darüber, dass inzwischen der zusätzliche Grunderwerb für die Ortsgemeinde hinfällig geworden ist: „Der Umbau findet komplett auf den Flächen von Kirchengemeinde und Ortsgemeinde statt", sagt der Bauexperte.

Auf die Frage aus dem Rat, ob man nicht an einem Fußweg als Verbindung festhalten könne, antwortete Stein, dass das später problemlos einzuplanen wäre. Im Verfahren der Bebauungsplanänderung besitze dieser Punkt allerdings keine Relevanz.

Quelle:
Ralf Grün
RZ Kreis Neuwied vom Mittwoch, 12. Dezember 2018, Seite 14

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fwg

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