2013-07-12 Leserbrief zum RZ-Artikel vom 04.07.2013 - Herr Grün „Eklat: 4 Genossen verlassen die Sitzung"

RZ v. 04.07.2013 - Herr Grün „Eklat: 4 Genossen verlassen die Sitzung"

Herr Grün hat natürlich völlig Recht damit, dass eine sachliche Auseinandersetzung ohne große Konfrontation im Rat sinnvoller wäre - nur: dazu gehören aber transparente Entscheidungsfindungen bzw. Entscheidungswege!Wenn wichtige Entscheidungen aber in „Hinterzimmer Lokalpolitik" vorbereitet und getroffen werden, wie z.B. beim Thema „Ankauf altes REWE - Gelände" und man sich als Ausschuss- bzw. Fraktionsmitglied an der Nase herumgeführt fühlt, dann sind emotionale Auseinandersetzungen im Rat vorprogrammiert.

Für das Thema „Hotel zum Hirschen" gilt dasselbe. Hier forderte die FWG lediglich ein transparentes Vermarktungsverfahren statt einer Vergabe ohne Wettbewerb an zwei angeblich vorhandene lokale Investoren - im Sinne der der Rengsdorfer Bürger, die schließlich die Eigentümer der Immobilie sind. Daraufhin erhielt der FWG-Fraktionsvorsitzende ein Schreiben des CDU Kollegen Herr Schreck mit der Androhung von juristischen Schritten. Die FWG hätte angeblich Informationen aus nichtöffentlichen Sitzungen verwendet - was definitiv nicht zutrifft!

Nicht zutreffend ist meiner Meinung nach der Eindruck von Herrn Grün, dass die FWG Ratsmitglieder als unfähig bezeichnen würde. Es ergibt sich allerdings oft zwangsweise, dass der Bürgermeister die kritischen „Nachfrage-Watschen" abbekommt, für die aber meistens die Verwaltung der Empfänger sein sollte. Deren Aufgabe ist es schließlich,  ihn zu beraten.

Dies kommt für Außenstehende aber nicht immer deutlich genug rüber. Sie können auch nicht erkennen, wie sich Verwaltung und Ortsbürgermeister die Bälle zuspielen: So scheut
sich die Verwaltung nicht, eine Vorlage gegen den Rat des von der Ortsgemeinde beauftragten Juristen zu erstellen, wie beim Vorgang „MängelbeseitigungMittlerer-Bornsweg" geschehen. Da sie laut Gutachten als Bauleiterin mitverantwortlich ist, stellt sich natürlich die Frage, was ihre Vorlage wert ist?

Der Bürgermeister versteckt sich nur allzu gerne hinter der / den Vorlage/n, weshalb sich mein Mitleid mit ihm in überschaubaren Grenzen hält.

Zum angeblichen Eklat: Wer als Ratsmitglied nach kaum 10min die Sitzung verlässt, weil er sich angeblich provoziert oder genervt fühlt, der sollt zumindest darüber nachdenken, ob er sein Sitzungsgeld zurückgibt. Genauso wie ich konnten auch alle anderen Zuschauer der Sitzung sich des Eindrucks nicht erwehren, dass das Ganze eine Inszenierung war.

Christoph Schneider
1. Vorsitzender FWG-Rengsdorf  

zurück


fwg

Wir verwenden Cookies für die optimale Gestaltung der Webseite. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Infos finden Sie in unserer Datenschutzerklärung